Einführung
Der Rechtsstaat leistet schlechte Arbeit, wo er…
… mehr als 60% aller Strafverfahren, bei denen ein Tatverdächtiger ermittelt werden konnte, einstellt.
… zulässt, dass sich Täter zu „Intensivtätern“ entwickeln, d.h. dass sie mehr als 10 schwere Straftaten pro Jahr begehen. (siehe Definition bei Jugendrichterin Kirsten Heisig in „Das Ende der Geduld“, Seite 80)
… zulässt, dass Beobachter sich aus Angst nicht als Zeugen zur Verfügung stellen.
… erteilte Auflagen und die Wirksamkeit angeordneter Maßnahmen nicht überprüft.
… sich kein Bild von der Lage vor Ort macht.
Wie sich Gewaltstrukturen verfestigen, wenn zu wenig dagegen unternommen wird, zeigt der Lagebericht.
Hilf dem Rechtsstaat, frühzeitig, sichtbar und wirksam einzugreifen.
Mit einem Bonhoff-Brief kannst Du zur besseren und schnelleren Reaktion des Rechtsstaats beitragen. Jeder Beitrag ist wichtig.
Der Bonhoff-Brief bewirkt, …mehr
Eine Anleitung zum Bonhoff-Brief findest Du hier.
Wenn der Rechtsstaat frühzeitig, sichtbar und wirksam eingreift, rechtfertigt er das Vertrauen, bzw. gewinnt es zurück.
Zum Rechtsstaat gehören nicht nur die Gerichte, Staatsanwaltschaften oder Polizei, sondern im weitesten Sinne alle staatlichen Stellen wie Schulleiter, Lehrer oder Jugendamt. Sie alle tragen Verantwortung für die auf das Gewaltmonopol des Staates vertrauenden Menschen.
Deshalb zählt jeder Beitrag, der den Rechtsstaat fordert, einzugreifen und Angegriffene zu schützen.
Dein Fall zählt nicht, wenn...
...Du schweigst. Auch die aktuellen Fälle in den Kirchenschulen und Kinderheimen zeigen, dass die Betroffenen jahrelang geschwiegen haben und sich deshalb nichts geändert hat. Wenn kein Vertrauen in die Institutionen besteht und die Betroffenen schweigen, dann passiert nichts bzw. es wird schlimmer. Keine Reaktionen auf Quälereien schaden den Menschen, ihrem Umfeld und damit unserer Gesellschaft. Wenn wir nicht wissen, warum geschwiegen wird und Polizei, Schule oder andere Institutionen nicht informiert werden, können wir keine Verbesserung bewirken.
Du hast ein Recht darauf, ...
...nicht beleidigt, bespuckt oder geschlagen zu werden, auch in der Schule. Und wenn die Schulleitung sagt, dass sie das nicht gewährleisten kann, dann ist das ein ernstes Thema. Die Schule schuldet Dir nicht nur Bemühen, Schule schuldet Schutz!
Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland Artikel 1, Absatz 1 besagt: Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlicher Gewalt.
Auszug aus dem Brandenburgischen Schulgesetz § 4, Absatz 3: Die Schule ist zum Schutz der seelischen und körperlichen Unversehrtheit, der geistigen Freiheit und Entfaltungsmöglichkeiten der Schülerinnen und Schüler verpflichtet. Die Sorge für das Wohl der Schülerinnen und Schüler erfordert es auch, jedem Anhaltspunkt für Vernachlässigung oder Misshandlung nachzugehen.
Wir machen dieses Projekt, weil...
...wir wissen und prüfen wollen, wie Schulen, Polizei, Behörden und Institutionen mit Gewaltproblemen umgehen und Hilfe leisten.
...wir unabhängig und unbestechlich und deshalb hervorragend geeignet sind, mit eurer Hilfe transparent zu machen, an welchen Stellen Institutionen verbesserungsbedürftig sind.
...bessere Gewaltprävention erfordert, dass schneller reagiert wird.
